das weltweit einzigartige Glockengeläut - echte Fuß- bzw. Handarbeit - live jeden Winter von November bis Februar

Das Nachtsang-Geläut in Gütersloh

das mit Abstand älteste Kulturgut von Gütersloh und womöglich eines der ältesten Kulturgüter in Deutschland bzw. Europa

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1921 verwirklichte der damalige Küster Heinrich Kniepkamp seine Idee, die Martin-Luther-Kirche (damals noch `Auferstehungskirche´) mit einem großen Licht-Transparent zu verschönen. So schwebte zu Weihnachten 1921 erstmalig über dem hohen Altar zwischen den zwei Tannenbäumen das "Ehre sei Gott in der Höhe". Er und sein Nachfolger Heinrich Bermpohl verbesserten die Technik und das Transparent selbst mehrfach bis 1960. Dann wurde der große Altar im Zuge der gründlichen Renovierung der Kirche abgebaut, das Transparent und seine Technik sind seither verschwunden.

Seit 1932 aber leuchtet - mit einer kurzen Unterbrechung zwischen 1970 und 1979 - das Transparent rund um die Turmempore der Martin-Luther-Kirche, damals auf Initiative von Küster Bermpohl. Zunächst lautete der Text "Ehre sei Gott in der Höhe", seit 1979 ist das Transparent beleuchtet und der Text lautet "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Ehren". Im Archiv der Gemeinde finden sich viele Danksagungen von Passagieren der vorbeifahrende Personenzüge auf der Strecke Köln-Hannover, die sich für den weihnachtlichen Gruß vom Turm der Martin-Luther-Kirche bedankten.

Das beleuchtete Transparent leuchtet die ganze Weihnachtszeit hindurch, parallel zu den Terminen des Nachtsanggeläuts von Ende Oktober bis Anfang Februar.

Die kleine `Benedictina´ wird nach dem Krieg von Küster Bermpohl "zufällig wiedergefunden" und von der Kirchengemeinde - gemeinsam mit zwei neuen Glocken - in den Glockenturm der Martin-Luther-Kirche hinaufgezogen. Dort hängt sie bis heute und ist wichtiger Bestandteil des einzigartigen Nachtsang-Geläuts in Gütersloh.
Küster Heinrich Bermpohl 1965 beim Läuten des Nachtsangs

die Glöckner Barbara Rhoden und Klaus Nordmann 1980 im Glockenturm der Martin-Luther-Kirche in der Innenstadt von Gütersloh beim Läuten des Nachtsang-Geläuts

Glöcknerin Dr. Barbara Rohden 1982 beim 2. Teil des Nachtsanggeläuts

Glöckner Klaus Nordmann 1984, erschöpft nach dem Läuten des Sterbegeläutes

Pastor Hans Köker bei seinem letzten Geläut am Tage der Live-Übertragung des Nachtsanggeläuts in die Martin-Luther-Kirche `vor ausverkauftem Haus´

Küster Heinrich Bermpohl (links) 1990 anlässlich des Festaktes zur 200-Jahr-Feier vom Nachtsanggeläut in Gütersloh in der Martin-Luther-Kirche zu Gütersloh

Glöckner Klaus Nordmann und Dr. Barbara Rohden 2009 während der Dreharbeiten zu der DVD über das Nachtsanggeläut in Gütersloh
Glöckner Marcus Büteröwe 2009 während der Dreharbeiten zu der DVD über das Nachtsanggeläut in Gütersloh
 

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